Bonjour – Ja, Hallo! Willkommen am belle âme, wir sind ein Real Life RPG das in Paris, der Hauptstadt von Frankreich, spielt. Da Paris aber so unfassbar riesig ist, beschränken wir uns aktuell auf sechs Arrondissements. Dabei haben wir die Stadtteile natürlich so unterschiedlich wie möglich ausgewählt, damit auch für so ziemlich jedes Charakterkonzept hier ein Zuhause gefunden werden kann. Ewig lange Steckbriefe sind out, deswegen werden bei uns ein paar Profilfelder inklusive Interviewfragen ausgefüllt. Klingt unkompliziert – ist auch tatsächlich so. Worauf wartest du also noch? In Paris gibt’s viel zu entdecken und ob du deinen Charakter über die Touristen schimpfen lassen willst oder einen Zugezogenen spielst, der gerade noch die rosarote Paris-Brille aufhat – die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos. Ach, nicht zu vergessen: Wir spielen nach dem Prinzip der Szenentrennung, L3S3V3 und alles findet im Jahre 2021 statt. Corona? Nie davon gehört.
12.02.2021 • Vom 12.02. - 14.02. findet unser Postingmarathon statt!
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Jule

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Inplay-Info » Spieljahr: 2021
Kalender
Aktuell bespielen wir Januar und Februar des Jahres 2021 - bevor du fragst: wir bespielen eine alternative Realität ohne die Covid 19-Erkrankung. Andere historische Ereignisse haben jedoch - falls nicht explizit ausgeschlossen - stattgefunden und sind daher für das Forum von Relevanz. Die aktuellen Inplay-Monate sind noch bis mindestens 08. Juli 2021 bespielbar.
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Paris - Popincourt
November 7
Rezeptionistin
Hôtel National Des Art...
Single
kathi

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Hast du beruflich den Durchblick oder lebst du in den Tag? • ich hatte mal den durchblick, echt. hab eine band gegründet und gemeinsam mit meinen besten freunden musik gemacht. mich dagegen entschieden, ein studium anzufangen und stattdessen einen jahr lang songs geschrieben, dazugelernt, feinschliffe gemacht, songs aufgenommen, um dann unsere ersten paar kleinen shows zu spielen. wir haben so viele kontakte geknüpft, dass unsere shows in frankreich sogar ganz gut besucht waren, und mit den jungs rumzufahren und zu spielen, das war der scheiß traum. besser als ichs mir je erträumt hätte. ich wusste, wo ich hinwill, wo ich die band sehen will, und irgendwann wurde mir das zum verhängnis, weil ich mehr auf mich gehört hab als auf den rest der band. hat nicht geholfen, dass ich - ausgerechnet ich, die immer selbstständig und unabhängig sein will - mich von leuten hab beeinflussen lassen, die nicht das wohl der band im sinn hatten, sondern mich zu nem popstar machen wollten. mein durchblick war irgendwann weg, ich hab mich auf was eingelassen, das irgendwie gegen alles geht, was ich will und bin. hab meine freunde enttäuscht, ihr vertrauen gebrochen, und bin irgendwann fast allein dagestanden, einsam und unzufrieden und auf dem total falschen weg. ich hab an mir gezweifelt, weil ich so ne verdammt beschissene entscheidung getroffen hab. bin in london gesessen und hab irgendwelche bubblegum scheiße zum singen bekommen, auf englisch, und es hat sich alles ganz falsch angefühlt. ohne meine band, meine freunde. in einem land, das sich nie wie zuhause angefühlt hat, weil der grund, aus dem ich dort war, einfach keiner war, der für mich richtig war. ich hab ner möglichen karriere den rücken zugedreht, meine zelte irgendwann abgebrochen und bin ohne irgendeinen peil zurück nach frankreich. mit eingezogenem schwanz zurückgekommen und zu viel schiss gehabt, wiedergutmachung zu leisten. konnte mir selbst nicht verzeihen, wieso sollen es also andere? ich hab irgendwann wieder musik gemacht, mir von der seele geschrieben und komponiert, was passiert ist, aber der aufschwung war weg, das interesse nicht wirklich groß. hab in kleinen locations gespielt, mir was dazuverdient, aber von der musik kann ich jetzt nicht mehr leben. ich hab meinen alltag, meinen rhythmus, aber es ist langweilig. erfüllt mich gar nicht, hab das gefühl, ich hab versagt wenn ich jeden tag zu meinem rezeptionsjob aufbrech. ich hätte sicher etwas suchen können, das irgendwie mit musik zu tun hat, irgendetwas organisatorisches, aber das wäre mir dann doch zu sadistisch gewesen. also ja, ich leb deshalb in den tag, weil ich nicht mach, was ich machen will. weil ich es nicht alleine machen will, und eine neue band aufbauen will ich auch nicht.
Wenn du einen Wunsch frei hättest, was würdest du dir wünschen? • ich werd gar nicht erst auf meinem hohen ross sitzen und so tun als gäbs nicht eine sache, die ich mehr wünschen würd als alles andere, sondern mir meinen eigenen stolz bisschen von den schultern klopfen. no regrets, fuck that. es ist total pathetisch und trägt nicht unbedingt dazu bei, dass ich mir selbst ein stolzes zwinkern zuwerfen kann wen ich vorm spiegel steh, aber ich bereu nichts mehr als meine band verlassen zu haben. ich wünsch mir nichts mehr als das wieder irgendwie kitten zu können, aber ich weiß nicht, ob daraus was wird. sind ja eigentlich meine freunde, also zumindest für mich sind sie das noch, und ich kenn sie ja auch gut genug, um zu wissen, dass sie nicht vergeben können, aber ob sie mir vergeben können, dass ich sie im stich gelassen hab? keine ahnung. wüsst nicht, ob ich es einem von ihnen verzeihen würd. mein leben dreht sich um die musik. im moment zwar weniger denn je, weil es wehtut, weil es schwer ist und ich nicht weiß, was ich mit mir anfangen soll, aber musik ist mein ding und ich will, dass es das auch wieder mehr wird. viel mehr. aber nicht einfach so, nicht einfach irgendwie. nicht ich, die alleine was startet. weiß nicht wie ich jemals denken konnte, ich würd mit jemand anderem musik machen wollen. oder alleine auf der bühne stehen wollen. ich schätz, die sache mit dem bereuen und dem wünschen und all diesen tollen, aber unrealistischen szenarien, die man sich gerne zusammenspinnt wenn man scheiße gebaut hat, ist, dass man auch was daraus lernt. manchmal sinds ganz schön harte erfahrungen, durch die man muss, und glaubt jetzt nicht, ich schwafel hier rum vonwegen lernen und wachsen und schicksal und sowas, aber es steckt schon was davon drin. vielleicht kann man mir mein verhalten eher verzeihen, weil ich gerade mal einundzwanzig war als ich irgendeinen höhenflug hab, aber eigentlich ist das egal. ich habs verbockt, ich muss damit leben. ich kann mir das wünschen, aber solang ich nicht dafür arbeite, wirds mir nicht in den schoß fallen. hätt ich auch nicht verdient, dass es so einfach ist, wenn wir mal ganz ehrlich sind. würds aber trotzdem nehmen. wenn man seine familie verlässt, dann ist das schon eine ganz andere art von reue, wahrscheinlich das einsamste und beschissenste gefühl, das ich so bisher in meinem leben gespürt hab. und bin auch noch selbst dran schuld. ich hab mir jetzt erstmal vorgenommen, dass ich aufhör mit selbstmitleid, weil ugh, das hass ich auch.
Gibt es ein außergewöhnliches oder einschneidendes Erlebnis aus deiner Vergangenheit? • als musikerin ist so gut wie jede venue, die mich, beziehungsweise früher meine band, spielen lässt, ein highlight, aber klar gibt da auch abstufungen. man darf sich nie unterkriegen lassen, selbst wenn man mal ein konzert vor zehn leuten spielt, von den zehn gefällt man zweien vielleicht, die erzählen anderen freunden davon und dann bewegt sich der schneeball vielleicht doch, langsam, aber sicher. ist jetzt nicht so als hätte ich eine engelsgeduld und diese langsamen entwicklungen immer gut aufgenommen, eher im gegenteil, aber tun kann man eh nichts dagegen. ich bin so viele leute abgeklappert, hab mich immer ins zeug gelegt, label-leute angequatscht, demos verteilt - war echt scheiße viel arbeit, aber gebracht hat es was. unter anderem hat es uns vor drei jahren, nachdem wir unser erstes album veröffentlicht haben, geholfen, weil wir da zum ersten mal auf ein paar großen europäischen festivals spielen durften. davor haben wir das auch schon öfter gemacht, aber da waren es immer ganz kleine nischenfestivals. unser indie-label hat uns jetzt nicht weltweit groß rausgebracht, aber wir hatten den ganzen sommer über gut besuchte konzerte, und als jemand, der seit jahren jeden sommer in budapest mit dabei ist, wenn das sziget festival ist, war es für mich definitiv selbst nach jahren, die ich zu dem zeitpunkt schon auf der bühne gestanden bin, ein absolutes highlight, dort zu spielen. egal wie klein die bühne war, sziget war ein traum und ich erinner mich so gerne dran zurück. ist auch ein bisschen bittersüß, weil danach alles eher bescheiden gelaufen ist, in der band, zwischenmenschlich, alles rundherum. glastonbury und coachella, da will ich irgendwann auch mal hin, aber ich hab eine richtig beschissene, dumme, schlechteste entscheidung meines lebens getroffen und jetzt zeigt sich, wie viel schlechtes karma mir das eingebrockt hat. ich mach und mach und bin total dahinter, hab mich inzwischen von der band getrennt nachdem unsere visionen nicht mehr zusammengepasst haben, zumindest dachte ich das. aber solo artist sein ist auch verdammt schwer, vor allem wenn man jemand sein soll, der man eigentlich gar nicht ist und nicht die musik machen kann, die einen eigentlich wirklich glücklich macht, und ich vermiss es, mit meinen freunden musik zu machen. darum gehts doch eigentlich. also da haben wirs. einschneidende erlebnisse, positiv und negativ, so wies im leben oft geballt kommt. ich werd so scheiß nostalgisch und melancholisch wenn ich daran denk. bin eigentlich jemand, der versucht, ihr leben ohne zu leben ohne viel zu bereuen, aber wow, als ich mich entschieden hab, getrennte wege von der band zu gehen, die ich kurz nachdem wir alle aus der schule raus waren gestartet hab, hab ich alles wieder aufgeholt. würd alles geben, ums rückgängig zu machen. hab nicht erst erkannt wie dumm und egoistisch und verblendet ich war als es anfing, scheiße zu laufen. läuft vor allem scheiße, weil ich doch nen rückzieher gemacht hab als ichs gecheckt hab, weil ich mein rückgrat doch wiedergefunden hab. bringt mir aber auch nicht so viel.
In einer Sammlung an Erinnerungsstücken an dein Leben darf auf keinen Fall fehlen...? • früher hat man ja allemöglichen festivalbändchen auf seinem handgelenk verrotten lassen, damit man jedem zeigen kann, wie cool man ist, weil man dabei war und die zeit des lebens hatte. stimmt auch, also das mit der zeit des lebens - das mit dem cool sein, naja, als teenager findet man das halt, whatever. ich hab das mit den bändchen jetzt nie so extrem betrieben, irgendwann sind die immer in den müll gewandert, nach dem sommer oder so, aber eins, das hab ich noch immer. und ich bin echt kein allzu sentimentaler mensch, der jeden kram aufheben muss. ich glaub, das liegt in meiner familie. können froh sein, dass wir noch alte fotos haben, ein paar erinnerungsstücke an meine kindheit, an urlaube, mich und meine eltern als sie noch ganz schön jung waren. sowas ist natürlich wichtig, hebt man gerne auf, aber manche meiner freunde haben in ihren elternhäusern vollgemüllte dachböden oder keller, mit kinderklamotten oder altem spielzeug, kuscheltieren und was weiß ich nicht was. sowas gibts bei mir nicht, hat es bei meinen eltern auch nie gegeben. ausmisten, darin sind wir super. ich hoff, marie kondo ist stolz. naja, wer mich kennt, der weiß, dass wenn ich sachen aufheb, die sachen wichtig sind, mit wichtigen erinnerungen verbunden und so. fotos, polaroid, ein paar gegenstände. viele notizbücher mit zig lyrics, gedanken, momenten, die ich irgendwann in lyrics umwandeln wollte. ist mir glaub ich zu cringey, da je wieder reinzulesen, aber behalten will ich manches eben trotzdem. ich war im sommer vor meinem letzten schuljahr zum ersten mal auf einem festival im ausland. hat viel überredungskunst meiner eltern gekostet, aber sie haben mich fahren lassen und dann hab ich mein erstes musikfestival außerhalb von frankreich erlebt. sziget hat seither einen sonderstatus in meinem leben, nicht nur, weil wir es ein paar jahre später selbst spielen durften, auf einer kleinen nebenbühne, aber egal, hauptsache gespielt. aber darum geht es jetzt gar nicht so sehr, hat eher damit zu tun wie es überhaupt erst dazu gekommen ist. unsere nachbarscamper war eine gruppe aus italien, und ich glaub, das allein war schon schicksal. wie stehen bitte die chancen? sind schon am ersten tag zusammengesessen, haben unser schulenglisch ausgepackt und uns verständigt und am dritten tag waren wir schon eine familie, hatten längst instagramkontakte ausgetauscht, und handynummern. ich hab das bändchen aufgehoben, weil ich dort ein paar richtig gute freunde gefunden hab, vor allem einen. der ist im jahr darauf einfach in paris aufgeschlagen, zuerst zu besuch, und dann irgendwie dauerhaft nachdem ich erzählt hab, dass ich eine band zusammenstellen und musik machen will. also so richtig, nicht nur so neben der schule, bisschen jammern, songs covern. das war der anfang von allem. ich würd so gern sagen, alles ist richtig geil gelaufen, aber ich bin dran schuld, dass es nur ein paar jahre geil gelaufen ist. ich glaub, das war echt was total besonderes. so ne sache, die einfach nicht ständig passiert, sondern selten. so viele zufälle, so viele spontane aktionen, so viel glück. keine ahnung, ich fass nicht wie ich das einfach zurücklassen konnte. hab das bändchen mal weggeworfen und mich dann doch umentschieden. ist eine erinnerung dran, dass man träume verwirklichen kann, und auch eine daran, dass ich nie wieder so ein blödes arschloch sein will, das nicht schätzt, was sie hat.

Kravitz, Zoe
23 Jahre alt
Schwarz (Haarfarbe)
Dunkelbraun (Augenfarbe)
1,57m groß
Zierlich (Statur)
Malou wird in einer kreativen Familie groß – ihr Vater ist Musiklehrer, ihre Mutter ambitionierte Schneiderin mit gelegentlichen eigenen Kollektionen. Die Familie ist sozial und ihrer Community engagiert, Malous Eltern sitzen quasi ständig in irgendwelchen Organisationsteams für Straßenfeste und andere Events, und gemeinsam mit ihren Geschwistern wächst sie auf diversen Events in und um Paris auf. Schon als kleines Mädchen zieht es sie immer wieder zur Bühne, um sich Musikacts anzuhören und mit glitzernden Augen dabei zuzusehen wie Shows auf die Beine gestellt und Menschen mit Musik ins Herz getroffen werden. Selbst spielt sie schon früh Klavier, lernt als Teenager Gitarre und kann nicht anders als ihrem Bruder am Schlagzeug Konkurrenz zu machen, aber am Ende ist doch er der, der das Schlaginstrument für sich beansprucht. Musiziert wird schon immer viel im Hause Desjardins, und Malou steht auf der Schulbühne, spielt Theater und ist seit jeher ein rundum extrovertiertes Mädchen, bei dem es niemanden wundert, dass sie früher oder später den Entschluss fasst, mit Freunden eine Band zu gründen und es so richtig mit der Musik zu versuchen. Nach der Schule geht es für Malou nicht an die Uni, stattdessen wird Musik gemacht, Demos verschickt, ein Bus angeschafft und durch die Gegend gefahren, um zu spielen. Sie liebt dieses Leben, viel Freiheit, aber doch auch so einige Unsicherheiten. Doch sie glaubt an ihre Musik und der Erfolg wächst. Es kommen mehr Leute zu den Shows, sie touren außerhalb von Paris, dann durch Frankreich, später durch Europa. Als Malou sich entschließt, die Band wegen kreativer Differenzen und diversen Flöhen, die man ihr von anderer Seite ins Ohr geflüstert hat, wird die Entscheidung zu der, die sie am Liebsten wieder rückgängig machen würde. Eine Weile lebt sie in London, soll ihr hübsches Aussehen nutzen, um zum Popstar umfunktioniert zu werden, aber eigentlich ist sie nur unglücklich, einsam und kreativ ausgelaugt. Die Chance, Popstar zu werden, lässt sie zerplatzen, entscheidet sich für den tiefen Fall und kehrt zurück nach Paris, wo die abgebrochenen Zelte traurig im Wind wehen und sie erstmal keinen Fuß zurück in die Musik setzt, sondern sich einen wenig erfüllenden Job an einer Hotelrezeption sucht, der erstmal die Rechnungen bezahlen soll, während sie versucht, sich durch die Zelte zu navigieren, die zumindest noch stehen, wenn auch nicht besonders stabil.